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Patienteninformationen

Bei Ihnen soll eine Linksherzkatheteruntersuchung, eine Gefäßdehnung (PTCA) oder eine transösophageale Echokardiografie vorgenommen werden? In unserer Sprechstunde klären wir Sie mündlich und schriftlich umfassend über die Behandlungsmethoden, Risiken sowie notwendige Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen auf. Zum Nachlesen möchten wir Ihnen diese Informationen hier noch einmal zur Verfügung stellen. Falls Sie noch Fragen dazu haben, beantworten wir sie Ihnen gern in unserer Sprechstunde.

Aufklärungsbogen Linksherzkatheter

Liebe Patientin, lieber Patient,

bei Ihnen ist eine Linksherzkatheteruntersuchung vorgesehen, die wir am Kreiskrankenhaus Stadthagen durchführen. Mit diesem Aufklärungsbogen möchten wir Sie ausführlich über die Herzkatheteruntersuchung informieren. Dieser Bogen kann jedoch nicht das individuelle Aufklärungsgespräch ersetzen, das wir mit Ihnen in jedem Fall vor einer geplanten Herzkatheteruntersuchung führen werden.

Was ist ein Linksherzkatheter?

Bei einer Katheteruntersuchung des Herzens sondiert man mit Hilfe kleiner Katheter die Herzkranzarterien der linken Herzseite. Es wird Kontrastmittel in die Herzkranzarterien gespritzt und mittels Röntgentechnik sichtbar gemacht. Hierbei erkennt man sehr gut Engstellen und Verschlüsse der Kranzarterien sowie die Funktion der Herzklappen. Zusätzlich kann man Druckwerte im Herzen messen, was bei der Beurteilung eines Krankheitsbildes wichtig ist. Die Untersuchung folgt einem standardisiertem Protokoll.

Wie wird der Herzkatheter durchgeführt?

Nach der örtlichen Betäubung eines kleinen Hautareals wird ein kleiner Katheter (Plastikschlauch von 1,32 mm Durchmesser) gegen den Blutstrom zu den Herzkranzarterien vorgeschoben.
Es gibt verschiedene Zugangswege zu den Herzkranzarterien. Der Standardzugang ist die rechte Leistenarterie, bzw. die Speichenarterie (A.radialis) der rechten Hand, bzw. die Arterie in der rechten Ellenbeuge. Prinzipiell sind genau die gleichen Arterien der linken Seite als Zugang möglich. Wir verwenden i.a.R. den Zugang über die rechte Leiste, da diese Technik mit den kürzesten Untersuchungszeiten, Röntgendurchleuchtungszeiten und dem niedrigsten Kontrastmittelverbrauch einhergeht. Die Art des Zuganges bei Ihrer Untersuchung wird im persönlichen Aufklärungsgespräch besprochen.
Über den Katheter wird nun Kontrastmittel in die Herzkranzarterien gespritzt. Das Röntgengerät bewegt sich hierbei über Ihren Brustkorb, da eine Engstelle (Stenose) immer aus verschiedenen Ebenen, die möglicht senkrecht zueinander stehen, abgebildet werden muss. Sollte sich während der Untersuchung eine Stenose darstellen, wird diese in einem zweiten Schritt, der sogenannten Ballondehnung beseitigt. Hierzu lesen Sie bitte den Aufklärungsbogen Gefäßdehnung.

Was ist vor der Herzkatheteruntersuchung wichtig?

Vor der Untersuchung müssen Sie 6 Stunden nüchtern sein. D.h., Sie sollten keine Mahlzeiten zu sich nehmen, dürfen aber bis 60 Minuten vor der Untersuchung noch Wasser oder auch Fruchttee trinken. Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen ist es wichtig, dass Sie ausreichend Flüssigkeit vor der Untersuchung zu sich genommen haben. Ihre Medikamente können Sie alle wie gewohnt mit etwas Wasser einnehmen. Falls Sie Marcumar o.ä. Medikamente einnehmen, müssen diese vor der Untersuchung abgesetzt werden und ggf. muss überlappend Heparin gespritzt werden. Aspirin, das von vielen Patienten genommen wird, soll nicht abgesetzt werden, sondern weiter eingenommen werden.
Für Diabetiker: bitte setzen Sie Metformin 24 Stunden vor der Untersuchung ab. Insulin kann weiter eingenommen werden, ggf. in reduzierter Dosis. Bitte fragen Sie uns während des Aufklärungsgespräches danach. Generell sind wir bemüht, Diabetiker möglichst früh am Tage zu untersuchen.
Bitte melden Sie sich zur Katheteruntersuchung an der Pforte des Kreiskrankenhauses Stadthagen an, Sie werden von dort direkt in das Herzkatheterlabor geschickt.

Was ist nach der Herzkatheteruntersuchung wichtig?

Nach der Untersuchung über die Leiste müssen Sie zwischen 2 und 3 Stunden liegen bleiben, in Einzelfällen aber auch länger. Sie sollten jetzt möglichst viel trinken. Sie bekommen auch eine Kleinigkeit zu essen. Es wird ein fester Druckverband um die Einstichstelle gewickelt und führt so zur Blutstillung. Allerdings ist ein dauerhafter Gefäßverschluss erst nach 3-4 Tagen gewährleistet, so dass Sie in den Tagen nach der Untersuchung nicht schwer heben oder tragen sollten und beispielsweise keine Gartenarbeit durchführen. Nach der Liegezeit kontrollieren wir die Einstichstelle, Sie können dann für die nächste Stunde auf dem Gelände spazieren gehen oder einen Kaffee trinken. Nach Ablauf von 60 Minuten schauen wir ein weiteres Mal auf die Einstichstelle und bei unauffälligem Befund können Sie dann nach Hause gehen. In der Regel sind Sie verkehrstüchtig, aber es ist häufig praktischer, wenn Sie nach der Untersuchung abgeholt werden.

In der gesamten Nachbeobachtungszeit kümmert sich eine speziell geschulte Krankenschwester um Sie.

Am Tag nach der Untersuchung wird die Einstichstelle nochmals kontrolliert, wobei dies von Ihrem(r) Hausarzt/ärztin vorgenommen werden kann. Ihr Arzt erhält einen ausführlichen Bericht über die Untersuchung. Er/sie wird über das weitere Vorgehen mit Ihnen sprechen. Bei Aufdehnungen, geplanten Operationen und speziellen Fragestellungen sollten Sie sich aber in jedem Fall noch einmal in unserer Praxis vorstellen. Während der Katheteruntersuchung werden wir jedoch bereits das weitere Vorgehen festlegen.

Medikamente können Sie nach der Untersuchung wie gewohnt weiter einnehmen. Diabetiker sollten Metformin jedoch erst nach einer weiteren Pause von 36 Stunden einnehmen, auch Marcumar, bzw. ähnliche Gerinnungshemmer sollten erst nach ärztlicher Anweisung wieder eingenommen werden.

Was für Komplikationen bestehen bei der Untersuchung?

Das Risiko einer Katheteruntersuchung ist bei entsprechender Erfahrung als gering einzustufen. Die Mortalität (Sterblichkeit) liegt bei 0,03 bis 0,11%, häufig im Rahmen eines Infarktes, der während der Untersuchung in ca. 0,06% auftreten kann. Schlaganfälle kommen in 0,2 bis 0,3 % vor und werden am häufigsten durch kleine Embolien aus der Hauptschlagader oder den Herzklappen hervorgerufen. Entsprechend sollte bei bestimmten Krankheitsbildern möglichst die Aortenklappe nicht mit einem Katheter passiert werden. Schwerwiegende Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern und Asystolie) können in bis zu 0,4% durch das Kontrastmittel oder durch Darstellung der rechten Kranzarterie ausgelöst werden.
Etwas häufiger treten Blutungen an der Einstichstelle auf, so dass die Liegezeit mit Druckverband verlängert werden muss. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer "Aussackung" (Aneurysma spurium oder AV-Fistel) der betroffenen Arterie kommen, die i.a. Regel aber konservativ zu beherrschen sind. Ein chirurgischer Eingriff nach Gefäßverletzung ist noch seltener und in den eigenen Untersuchungen in den letzten Jahren nicht aufgetreten.
Durch die Gabe von Röntgenkontrastmittel kann es zu einer allergischen Reaktion kommen, die schnell und sicher mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden kann. Bei bekannter Allergie auf Kontrastmittel erfolgt eine Vorbehandlung. Das Kontrastmittel selbst kann durch den hohen Jodgehalt zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen. Wir überprüfen jedoch vor der Herzkatheteruntersuchung u.a. immer auch Ihre Schilddrüsenfunktion. Bei Abweichungen muss ggf. die Schilddrüse vor der Untersuchung behandelt werden. Da das Kontrastmittel über die Niere ausgeschieden wird, ist eine normale Nierenfunktion wichtig. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Kontrastmittelgabe so niedrig wie möglich gehalten. Ferner kann eine stationäre Aufnahme am Vortag notwendig sein, um die Niere auf die Untersuchung entsprechend vorzubereiten. Einzelheiten hierzu erfolgen im persönlichen Gespräch.

Aufklärungsbogen Gefäßdehnung (PTCA)

Was ist eine PTCA?

PTCA (perkutane transluminale Coronarangioplastie) bezeichnet die Technik, ein Gefäß mit Hilfe eines Katheters, der nach der Methode, die im Aufklärungsbogen Linksherzkatheter beschrieben ist, zu weiten. Es ist also keine Operation im eigentlichen Sinne erforderlich, um die Durchblutung wiederherzustellen. In aller Regel wird während der Aufdehnung auch ein kleines Metallgitter in die Gefäßwand eingebracht, der sogenannte Stent. Man spricht auch von der Stentangioplastie. Der Stent schützt vor einem plötzlichen Gefäßverschluss, der nach einer Aufdehnung auftreten kann.

Was ist das Ziel einer PTCA?

Die Aufdehnung des Gefäßes sollte in erster Linie zu Beschwerdefreiheit führen. Brustenge und Kurzatmigkeit werden nach einer PTCA häufig nicht mehr empfunden. Für die meisten Patienten ist dies sehr eindrucksvoll. Sehr viel seltener werden drohende Infarkte durch eine PTCA verhindert. Zu einer Lebensverlängerung führt die Methode in aller Regel nicht. Dies gilt ausdrücklich nicht für die Aufdehnung bei einem akuten Herzinfarkt, die nachweislich lebensverlängernd ist.

Wie wird eine PTCA durchgeführt?

Stellt man während der Herzkatheteruntersuchung fest, dass eine hochgradige Engstelle (Stenose) vorliegt, kann man in der gleichen Untersuchung eine Aufdehnung vornehmen. Hierbei wird zunächst ein feiner und sehr flexibler Draht über die Stenose hinausgeschoben. Auf diesem Draht gleitet dann der Ballon, der einen Stent tragen kann, genau in die Stenose. Man kann den Ballon oder Stent gut über röntgendichte Markierungen auf dem Ballon erkennen. Das Gefäß wird nun mit relativ hohem Druck geweitet, wobei die Ablagerung (Plaque) nicht abgetragen wird, sondern in die Gefäßwand gepresst wird. Da es während der Aufdehnung sehr häufig zu kleineren Einrissen in der Gefäßwand kommt, wird der Stent anschließend nach dem gleichen Prinzip der Ballondehnung eingebracht. Dieser schützt vor plötzlichen Gefäßverschlüssen kurz nach der PTCA, früher ein relativ häufiges Problem. Der Stent kann mit verschiedenen Medikamenten beschichtet sein, die jeweils zum Ziel haben, die Wiederverengungsrate zu reduzieren.

Wann wird welcher Stent eingesetzt?

In Deutschland liegt die Rate der medikamentenfreisetzenden (beschichteten) Stents bei ungefähr 80% aller implantierten Koronarstents. Diese Rate ist in Europa völlig unterschiedlich und liegt zwischen knapp 100% (Schweiz und Niederlande) und unter 30% (Osteuropa). Neben medizinischen Aspekten spielt hier in erster Linie die Finanzierbarkeit der medikamentenbeschichteten Stents eine Rolle, da diese Stents sehr viel teurer sind und von den nationalen Gesundheitsorganisationen nicht in gleicher Weise refinanziert werden.
Die beschichteten Stents führen ohne jeden Zweifel zu einer deutlichen Reduktion der Wiederverengungsrate, aber insgesamt bislang dadurch nicht zu einer Verringerung der Sterblichkeit, wie man vermuten könnte.
Wir setzen solche Stents nach medizinischer Notwendigkeit ein: d.h. bei langen Engstellen, kleinen Gefäßen, Gefäßwiederverengungen (Restenose) oder komplexen Eingriffen an mehreren Gefäßen mit Abgängen größerer Seitenäste.

Welche Komplikationen können bei der PTCA entstehen?

Zunächst einmal existieren im Prinzip die selben Komplikationen wie bei einer diagnostischen Linksherzkatheteruntersuchung. In sehr seltenen Fällen, allerdings häufiger als bei der rein diagnostischen Angiografie, kann es durch eine Gefäßverletzung oder durch eine Thrombose in dem behandelten Gefäß während des Eingriffs zu einem Herzinfarkt kommen. Kontrastmittel-Nebenwirkungen sind ebenfalls etwas häufiger, da die Kontrastmittelmenge bei einem kombiniertem Eingriff aus Diagnostik und Intervention (Aufdehnung) höher ist. Ggf. sollte bei einer eingeschränkten Nierenfunktion die Diagnostik und die Dehnung an zwei verschiedenen Terminen erfolgen und nicht simultan. Auch Blutungskomplikationen sind etwas höher bei der Dehnung, da einerseits die Katheter für den Eingriff größer sind und während des Eingriffs deutlich höhere Dosen und mehr Medikamente verabreicht werden, die die Blutgerinnung hemmen.

Und wenn es wieder eng wird?

Bei ca. 15-20% der Patienten, die mit einem herkömmlichen Stent behandelt werden, kann es innerhalb der ersten 6 Monate nach dem Eingriff zu einer Wiederverengung kommen (Restenose). Bei Patienten, denen ein beschichteter Stent eingesetzt wurde, kann diese Rate auf 7% gesenkt werden, sofern die Patienten nach 6 Monaten systematisch erneut kathetert werden. Es gibt jedoch keine medizinische Notwendigkeit, alle Patienten erneut so zu untersuchen, abgesehen von Ausnahmefällen. In der Regel werden die Patienten nach einer Aufdehnung engmaschig auf Zeichen einer Wiederverengung untersucht und nur bei Patienten, bei denen die Beschwerden so wie vor dem Eingriff sind oder die objektive Kriterien einer Durchblutungsstörung aufweisen, führen wir erneut einen Kontrollkatheter durch. Insofern ist die Zahl der Patienten, die eine Restenose nach klinischen Kriterien aufweisen deutlich geringer. Bei einer Restenose können prinzipiell alle oben beschriebenen Verfahren erneut eingesetzt werden. Seit einiger Zeit kommt auch der sogenannte "beschichtete Ballon" zum Einsatz, der in der Behandlung von Wiederverengungen sehr effektiv ist. Die therapeutische Entscheidung ist hier jedoch hoch individuell und wird immer eingehend besprochen.

Stent, Bypassoperation oder Medikamente?

Die Entscheidung, welche Therapie für Sie infrage kommt, sobald eine koronare Herzerkrankung nachgewiesen werden konnte, ist von vielen Faktoren abhängig und muss individuell besprochen werden. Komplexe Fälle besprechen wir im sogenannten "heart team" mit den Kardiochirurgen der operierenden Kliniken. Vor einer Linksherzkatheteruntersuchung werden Sie immer auch über eine Aufdehnung aufgeklärt, so dass der Eingriff gleichzeitig erfolgen kann. Allerdings ist es im Verlauf der Untersuchung auch möglich, dass wir eher zu einer Bypassoperation raten, die zwar der größere Eingriff ist, aber unverändert exzellente Langzeitergebnisse aufweist. Alternativ kann auch eine umfassende Medikation erfolgen, mit der die Erkrankung ebenfalls effektiv zu behandeln ist. Unbestritten bleibt aber die Aufdehnung eine Maßnahme, mit der der Patient quasi unmittelbar beschwerdefrei ist und leistungsfähiger wird.

Nach der PTCA

In aller Regel werden Sie nach einer Aufdehnung für 24 bis 36 Stunden im Krankenhaus nachbeobachtet. Die gesetzlichen Vorschriften verlangen als Minimum eine 24-stündige Nachbeobachtung. Sie werden also nach dem Eingriff stationär aufgenommen. Nach Entlassung aus dem Krankenhaus sollten Sie sich nochmals in der Praxis vorstellen, damit das Ergebnis und der weitere Behandlungsverlauf besprochen werden kann. Meistens müssen bestimmte Medikamente nach dem Eingriff genommen werden und es müssen weitere Nachsorgetermine vereinbart werden. Die Termine nach einer PTCA erhalten Sie unmittelbar.

Aufklärungsbogen transösophageale Echokardiografie ("Schluckecho")

Liebe Patientin, lieber Patient,

Bei Ihnen soll nach den Ergebnissen der ersten Untersuchung in unserer Praxis eine ergänzende Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre erfolgen. Im Folgenden möchten wir Ihnen kurz den Untersuchungsablauf darstellen, um Sie vorab über diese Methode zu informieren. Dieser Bogen ersetzt jedoch nicht das Aufklärungsgespräch, das vor einer solchen Untersuchung notwendig ist.

Was ist das "Schluckecho"

Der Name "Schluckecho" bezeichnet umgangssprachlich eine Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre, die sogenannte transösophageale Echhokardiografie, im Folgenden TEE abgekürzt. Die Untersuchung erfolgt nach dem Prinzip einer Magenspiegelung, nur das sich an dem Gerät keine Optik und Lichtquelle befindet, sondern ein Ultraschallkopf. Das Gerät entspricht ansonsten einem Endoskop, das für die Magenspiegelung verwendet wird.

Vorteile der TEE

Da das Herz unmittelbar vor der Speiseröhre liegt, können die hinteren Abschnitte des Herzens exzellent dargestellt werden mit einer Genauigkeit und Auflösung des Bildes, die man in der normalen Echokardiografie nicht erreichen kann. Folglich dient die Untersuchung in erster Linie der Diagnostik von Krankheitsbildern des Herzens oder der großen Körperschlagader, die im hinteren Bereich des Brustkorbes (Thorax) liegen. Es handelt sich häufig um Klappenerkrankungen, Zustände nach Schlaganfall (gerade auch bei jungen Menschen) und Erkrankungen der Aorta. Sehr selten kann die Untersuchung auch bei Patienten durchgeführt werden, die "von außen" nicht zu untersuchen sind.

Ablauf der Untersuchung

Die Sonde wird nach örtlicher Betäubung (Rachensprayanästhesie) im Sitzen oder im Liegen eingeführt. Das Einführen des Gerätes verursacht bei dem meisten Patienten einen Würgereiz und einen verstärkten Speichelfluss. Dies wird häufig als unangenehm empfunden, die Untersuchung ist aber sonst nicht schmerzhaft. Sobald das Gerät platziert ist, hört der Würgereiz auf. Die Untersuchung selbst dauert zwischen 10 bis 15 Minuten. Ergänzend kann bei bestimmten Fragestellungen ein "Kontrastmittel" gespritzt werden, um beispielsweise kleinere Löcher in der Scheidewand des Herzens zu entdecken. Das Kontrastmittel ist eine Zuckerlösung, so dass eine möglicherweise bekannte Kontrastmittelallergie keine Bedeutung spielt. Die Gabe des Kontrastmittels erfolgt über eine Vene am Unterarm.

Komplikationen

Die Untersuchung ist bis auf den genannten Würgereiz ohne größere Risiken durchführbar. Sehr selten kann es zu Herzrhythmusstörungen, auch mal zum Blutdruckabfall kommen. Wie bei allen endoskopischen Eingriffen kann es zu einer Verletzung der Speiseröhre kommen, was von kleineren, harmlosen Schleimhauteinrissen bis hin zu einem Einriss reichen kann. Aus diesem Grunde sind auch bekannte Erkrankungen der Speiseröhre eine Kontraindikation für diese Untersuchung. Ernste Komplikationen stellen jedoch eine Rarität dar.

Vor und nach der Untersuchung

Vor der Untersuchung sollten Sie 6 Stunden keine Mahlzeit zu sich genommen haben. D.h., Sie sollten nüchtern sein. Aus diesem Grunde erfolgt die Untersuchung meistens früh am Morgen. Trinken dürfen Sie bis zu 2 Stunden vor der Untersuchung. Ihre Medikamente können Sie am Morgen wie gewohnt einnehmen. Bei Einnahme von Marcumar sollte ein INR-Wert um 2.0 vorliegen (Quick 25-30%). Einzelheiten hierzu sollten persönlich vorab besprochen werden. Eine sogenannte Endokarditisprophylaxe ist nicht erforderlich.
Nach der Untersuchung kann eine Weile ein Taubheitsgefühl beim Schlucken bestehen, als Nachwirkung der örtlichen Betäubung. Auch kann es anfänglich beim Husten kleinere Blutbeimengungen als Zeichen der Schleimhautirritation geben. Sie sollten daher in den ersten 2 Stunden nach der Untersuchung nichts essen und trinken.

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